George hier: Danke für Eure anhaltende Unterstützung!
Added 2025-09-23 15:45:06 +0000 UTCDas Wichtigste zuerst, bevor ich hier eine Wall of Text schreibe und bevor jemand Panik bekommt, weshalb das wohl so sein mag:
Ich bin soweit wieder auf dem Damm und die gesundheitliche Lage ist stabil.
Ich rede im Podcast relativ wenig über meine Krebs-Erkrankung - in erster Linie weil es dazu selten Neues zu berichten gibt. Weil eben diese Erkrankung aber in einem sehr hohen Maße Einfluss auf mein Leben, meine Arbeit und damit auch unseren Podcast hat ist es aber, glaube ich, vielleicht nicht ganz verkehrt, die Situation an dieser Stelle mal kurz zu umreißen.
Ich bin am 16. September 2019 mit Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Ich wurde damals erfolgreich operiert, allerdings kam der Krebs 2021 wieder und ist nicht operabel. Einerseits gehöre ich also zu den glücklichen 5%, die mit der Diagnose fünf oder mehr Jahre überlebt haben, andererseits habe ich (wieder) einen Tumor, der nicht heilbar ist.
Das Gute ist, dass dieses sogenannte Rezidiv sich seitdem nicht verändert und nicht gestreut hat. Vor kurzem erst habe ich eine "frische" CT-Untersuchung gemacht, dazu Magenspiegelung und Ultraschall, die das bestätigt haben.
Grundsätzlich besteht immer die Chance, dass der Tumor noch viele Jahre die Klappe hält. Er kann nicht entfernt werden, weil ein Blutgefäß "im Weg" liegt. Allerdings hilft mir jeder Tag, den ich überlebe, weil immer die Chance besteht, dass entweder die Gefäßchirurgie oder aber die Krebsbehandlung sich so weiter entwickelt, dass man ganz ganz vielleicht doch irgendwann eine Möglichkeit findet, den Tumor erneut zu entfernen.
Immerhin hat sich die 5 Jahres-Überlebensrate mit meiner Ursprungs-Diagnose seit damals verdoppelt, auf mittlerweile über 10%. Das ist jetzt zwar noch nicht turbogeil aber zumindest eine Spur besser als Vollkacke. ;)
Die Folgen der Erkrankung und OP sind aber nicht so komplett binär (tot oder nicht-tot). Tatsächlich ist eine der Folgen, dass ich für praktische Belange seitdem quasi arbeitsunfähig bin. Ich habe zum Glück meistens keine sehr starken Schmerzen (und wenn habe ich starke Schmerzmittel) aber im Prinzip ist seitdem mein kompletter Stoffwechsel/Verdauung im Eimer.
Das ist nicht nur unmittelbar unangenehm, weil es den Lebens- und Aktionsradius stark verkleinert (könnt ihr Euch in etwa wie einen dauerhaften Magen-Darm-Virus mit gelegentlichen Magenkrämpfen, Durchfall, Übelkeit etc vorstellen), es bringt zudem halt die entsprechenden Begleiterscheinungen mit sich (starke Dehydration, Schlappheit, extreme Durch/Einschlafprobleme usw usw.)
Ich würde beispielsweise gerne jeden Tag streamen oder Youtube-Content produzieren wie vor der Erkrankung - realistisch betrachtet passiert es aber immer wieder, dass ich Tage oder Wochen am Stück quasi nicht in der Lage dazu bin. (Manchmal habe ich aber auch das Glück, dass ich 4 Wochen am Stück einen relativ normalen Tagesrhythmus und wenig Probleme habe).
Das macht Po(r)N für mich seitdem zu etwas sehr Besonderen. Zum einen ist es der einzige Content, an dem ich seitdem nahezu unverändert weiterhin beteiligt bin, zum zweiten ist es so etwas wie eine Insel der Normalität geworden, auf die ich mich jede Woche aufs Neue extrem freue, zum Dritten aber ist Po(r)N - auch und vor allem Dank Eurer Unterstützung - das, was dafür sorgt, dass ich trotz allen Problemen ein Dach über dem Kopf und Brötchen auf dem Tisch haben kann und dafür möchte ich mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei Euch bedanken, denn das ist alles andere als selbstverständlich und bedeutet mir in jeder Hinsicht sehr viel. Danke.
Auf (hoffentlich) noch tonnenweise Po(r)N in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren
George
Comments
Wie Mr. Spock sagen würde: Live long and prosper
Ravenier085
2025-09-25 22:26:33 +0000 UTCVon Herzen alles Gute, jede Kraft und vor allem Gesundheit. Ein Leben ohne eure Podcast kann und will ich mir gar nicht mehr vorstellen
Florian Bormann
2025-09-25 20:38:51 +0000 UTC