Podcast: Immersivere Sprache im Pen and Paper (Early Access)
Added 2024-11-02 11:00:07 +0000 UTCHi!
Eine neue Folge unseres Podcasts "Orkenspalter TV Labert", die ihr hier mit einem gewissen Vorlauf von ein paar Wochen bekommt. Mháire und ich reden auch aus aktuellem Anlass darüber, wie man immersiver reden kann, wenn man bei einer PnP-Session mitspielt.
Neben diesen Early Access-Podcasts bekommt ihr hier auch rein exklusive Formate, wie unsere Hörspiele, Spielberichte und Gassi-Gedanken. Diese Folge hier wird aber später öffentlich gehen und vielleicht mal zu einem Video aus der "WHUT"-Reihe werden.
Podcast-Hinweise
Ihr findet alle Podcast-Folgen auf Patreon, wenn ihr "mp3" als Suchwort anklickt (in der Liste, nicht wenn ihr es eingebt!) - alle wirklich exklusiven Sachen findet ihr aber auch im Archiv, also in den gefeaturten Sammelblogposts unter dem Reiter "Kollektionen"- oder eben im Geheimarchiv auf unserer Webseite.
Ihr könnt die Patreon-Podcast-Folgen auch abonnieren. Unter https://www.patreon.com/orkenspaltertv/membership findet ihr einen RSS-Link, den ihr in eure Podcast-App kopieren könnt, dann müsst ihr den Audio-Kram nicht bei uns auf der Seite suchen.
Öffentliche Podcasts landen nach dem Early Access irgendwann hier: Orkenspalter TV labert.
Wir bringen aber alles vorher hier, also braucht ihr "labert" nicht zu abonnieren, wenn ihr schon hier seid.
Als Ergänzung gibt es den "Orkenfeed" und er ist hierher umgezogen - das sind 1:1 alle Videos von beiden Kanälen als Tonspur. Der Feed wird als Fanprojekt von Mirko betreut. Es gibt im Discord einen Kanal, um Probleme zu melden.
LG
Nico
Comments
Eine schöne Folge, besonders auf dem Feldzug gegen das ewige "okay"! Was ich mich frage: Möchtet ihr vor allem auf unbewusste Gewohnheiten abzielen, die man abstellen kann, wie eben Siezen und "okay"? Oder auch bestimmte offensichtlich bewusst gewählte Stilmittel wie die Beschreibung einer "Kamerafahrt" kritisieren? Spätestens, wenn es um die Sprache in Streams geht, finde ich nämlich letztere durchaus stimmig, weil es da ja neben den Spielenden stets noch das Publikum als Adressaten gibt, die die Session vermutlich nicht aus der Perspektive einer spezifischen Figur erleben, sondern doch wieder wie einen Film oder ein Buch. Das so stark zu verdammen, wie ihr es am Anfang des Segments gemacht habt, fühlte sich für mich übertrieben an. Was die Kombination von dritter Person und wörtlicher Rede angeht, fällt mir ansonsten grad auf, dass die Spielleitung das ja eigentlich andauernd macht, ohne dass es weiter störend ist. Im Zweifel lässt man halt das 'sagen' weg, wie ihr ja schon meintet: Sie steht ruckartig auf, lehnt sich vor und packt ihn am Kragen. "Jetzt rede endlich!" Die Transferleistung, was davon wörtliche Rede ist, bekommen die meisten schon noch hin. Ein Ratschlag, den ich mal gelesen hatte, ist übrigens noch, auf die eigene Körpersprache zu achten. "Funny voices", wie sie Matt Mercer und andere Synchronsprecher*innen beherrschen, sind schwierig durchzuhalten, aber "Wenn ich den edlen Ritter spiele, mache ich mich groß und sitze steif da" merkt sich einfach und trägt fast automatisch auch zur Wortwahl und Intonation bei. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das resultierende Video!
Cifer
2024-11-16 11:09:07 +0000 UTCFabula Ultima ist auch so eine Introduction-Szene wichtig, finde ich, da es halt auf das Videospiel-Genre anspielt. Ich baue sogar mit Absicht dann Zwischenszenen ein. Aber würde ich nur bei solchen Spielen machen.
juchanmomo
2024-11-07 06:02:41 +0000 UTCErtappe mich leider auch oft mit "ok?" und stört mich dann immer total. 🙈
juchanmomo
2024-11-07 05:49:30 +0000 UTCMein Problem mit einer Szenenbeschreibung durch Kamerafahrten/Einstellungen/ect ist (neben dem Perspektivwechsel): in einem Film ist ja nicht einfach eine Kamerafahrt, weil da eine Kamerafahrt ist. Das ist ja ein Tool, um visuell einen Eindruck zu erwecken oder eine Stimmung zu transportieren. Eine Stimmung zu vermitteln, indem man verbal versucht, die Mittel eines anderen Mediums zu imitieren, die dann eine Emotion erregen sollen, ist doch viel zu umständlich, wenn man auch direkt Emotionen ansprechen kann. Das wäre ja ein bisschen so, als würde man in gesprochener Sprache Gedankenstriche mit aussprechen, um eine Sprechpause zu signalisieren. Gutes Mittel, falsches Medium.
Scey
2024-11-05 13:35:48 +0000 UTCInteressante Einsichten. Wie ihr schon sagt: die Erwartungen und Wahrnehmung hängen so von Gewöhnung, Erwartung und Erfahrung/Erziehung ab. Ein paar Ideen: - Das Siezen/Ihrzen/… kurz erklären (vielleicht mit Beispiel). Ich habe recht lange gebraucht zu verstehen, was ihr eigentlich meint bzw. erwartet. - Der Kontext ist ja einerseits “Produktion für Actual Play / inklusive Podcast” andererseits scheinen eure Erfahrungen durch DSA und LARPs deutlichen Einfluss zu haben. - Ich fand es aber z.B. sehr spannend, was für euch “gute Perspektiven/Beschreibungen” sind und warum. Ich habe schon einige Tipps gelesen, und z.B. Analogien zu Film werden oft genommen und Strukturen zu beschreiben. Insbesondere, wie (und ob!) Leute sich Dinge im Kopf vorstellen/visualieren sind so unterschiedlich und haben wohl einen Einfluss auf “bevorzugte Beschreibung”. - Die Ich/Mein-Char Debatte hat so viele Perspektiven, da könnte man vermutlich eine eigene Folge zu machen. (Die vermutlich nur die Vor-/Nachteile und “passende Situationen für das eine oder andere” darlegen kann.) - “Würde”: das eleganteste ist für mich, die Aktion seines Charakters beschreiben, aber nicht die Intention oder das Ergebnis vorweg nehmen. (Oder die Intention als solche klar kennzeichnen, damit andere darauf reagieren können.) Beispiel: “Ich greife den Ork an und ziele mit meiner Axt auf seinen Kopf.” - Da lasse ich noch komplett offen, ob ich treffe und welche Wirkung der Treffer hat. (Mit dem gesagt-ist-gesagt ist auch so eine Absprache-/Erziehungsfrage. So habe ich mir letzte Woche einen “Ich gehe dazwischen” Spielzug verkniffen, weil die SL gesagt hatte “NSC erschiesst NSC” und nicht “schießt auf”. Ist auch eine Aufwandfrage: wieviel Aufwand mache ich sprachlich, um Vorwegnahmen zu vermeiden, vs. wie schlimm wäre eine leichte Korrektur eines gesagten. Vermutlich auch abhängig vom Verhalten der Mitspielenden: wird “gesagt ist gesetzt” ausgenutzt (dann muss ich Leute zur Vorsicht erziehen) oder achten alle auf kooperatives Spiel (und kann klarer/effizienter in der Kommunikation sein)? Und wie wichtig ist Immersion im Vergleich zu den anderen Parametern am Tisch?) Aber vielleicht mache ich es mir gerade komplizierter als es ist, weil ich außerhalb eures Rahmens (Immersion im Actual Play/Podcast) denke. Und, weil ich es am Handy tippe. 🤦🏻♂️
Philipp van Hüllen
2024-11-05 11:36:59 +0000 UTCWerte Freunde, Euer Votrag war ein Genuß für meine Ohren. Ich kann Euren Standpunkt gut nachbollziehen, da ich wegen mir zerstörenden Immersion ich auch einige Let's Plays Kanäle inzischen meide. - Danke *verneigt sich huldvoll* (Nachtrag: Ich hatte mal unter einem Aufsatz stehen - Die deutsche Sprache ist eine "würde"-lose Sprache, neben "das Komma ist kein Spielzeug" *lacht*)
KaiOwlpaka
2024-11-03 08:39:36 +0000 UTCSo, damit ihr euch das googlen sparen könnt: "Filk" entstand wohl durch einen Schreibfehler und der Name blieb einfach kleben. Sehr informative und amüsante Folge. Dank euch glauben einmal mehr die Menschen in unseren Ort, ich würde unter unkontrollierten Lachanfällen leiden....
Falghan
2024-11-02 11:50:38 +0000 UTC