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Orkenspalter in China: Die Chronik - Teil 2: Polen bis Russland


18.-19. August 2015



Zugegeben: Wir haben von Polen nicht wirklich was gesehen.

Immerhin geht es in unserer Doku um eine Reise nach CHINA. Polen und

das Baltikum versprühen nicht ganz die gleiche Exotik und es war von

Anfang an klar, dass diese Länder eher in einem Nebensatz

abgehandelt werden würden. Allerdings passierte dann doch bereits in

Polen etwas, das wir zu diesem Zeitpunkt als mittlere Katastrophe

empfanden (Haha!): Ein Teil der Plastikabdeckung unserer Flanke riss

ab und verschwand auf der Autobahn. Der Vorbesitzer hatte in diese

Plastikschale mehrere Fächer hineingeschnitten, um den Stauraum zu

erhöhen. Basti konnte das entstandene Loch jedoch fachmännisch mit

Hilfe von Panzertape und einer Papiertüte von McDonalds kitten. Das

hielt ...bis heute.





Abends rasteten wir – auf einem Truckerparkplatz, immer noch in

Polen. Wir wurden von einem polnischen Trucker, den wir einfach mal

„Lev“ tauften – keine Ahnung, wie er wirklich hieß – aber

darauf aufmerksam gemacht, dass dies „no good place“ sei. Nach

einiger Verwirrung wurde klar, dass wir irgendwie genau über der

Sickegrube geparkt hatten und uns besser ein paar Meter weiter

stellen sollten. Außerdem wollte er 10 Zlotti für die Parkgebühr.

Dennoch hatten wir seltsame Visionen davon, warum dies „no good

place“ sei und was Lev und seine Kumpels hier nachts so mit

verweichlichten Deutschen anstellen würden. Wie sich herausstellte:

Rein gar nichts, aber Lev und sein einziger verständlicher Satz

wurden trotzdem zum Running Gag. Denn No Good Places fanden wir in

den folgenden Wochen noch viele. Dagegen war der Truckerparkplatz mit

funktionerendem Klo ein Freizeitparadies.





Litauen habe ich nach einem weiteren mehr oder weniger

verschlafen. Das passiert leicht. Ab dem Moment, wo wir die

polnischen Mautstationen hinter uns gelassen hatten, gab es für mich

keinen akuten Grund mehr (Geld zücken) ansprechbar sein zu müssen

und ich dämmerte weg, während Steff fleissig weiter Imperial

Assault Figuren bemalte. Es gab nur einen kurzen Zwischenstopp bei

einer Burgerkette namens Hessburgers (hat nix mit Hessen zu tun, aber

gute Burger für wenig Geld).






Am Abend des 19. erreichten wir die erste spannende Stadt auf

unserem Weg: Riga. Ich selbst hatte an diesem Tag bereits ein Problem

mit meinen Kontaktlinsen, die dem ständigen Luftzug ausgesetzt waren

und daher war ich, wie in der Folge immer wieder betont wurde, BLIND!


Vergleich hierzu:




https://www.youtube.com/watch?v=AIWaJC3_-PE




Ich stolperte also blind durch Riga. Naja, nicht ganz, denn die

Kamera bzw ihr Sucher kann das ja ausgleichen. In Riga wollten wir

vor allem zwei Dinge: Einen Copyshop, um wichtige Unterlagen

auszudrucken – und einen Stellplatz für die Nacht. Bast und Steff

gerieten hierbei schnell an einen Typen namens Andrew, der sie wegen

„64 cent für die Parkuhr“ oder so anquatschte. Sie gaben ihm das

Geld und machten den Fehler, ihn nach einem Supermarkt oder Copyshop

zu fragen. Sofort hatten wir einen stark angetrunkenen, lallenden

Führer durch Riga, der zugab, sich so noch ein paar Euro

hinzuverdienen zu wollen und den wir auch nicht abschütteln konnten.

Letztlich habe ich ihn dann verjagt, als er auch noch grabbelig wurde

(ich werde nicht gern von Fremden angefasst) und damit wurde

vermutlich meine Rolle als „Der Böse“ dieses Teams etabliert.

Der, der auch mal unhöflich und gemein zu Leuten sein kann, während

der Rest nett bleibt. Auch okay, muss ja einer machen.




Es dauerte dann nur ca. 2 Stunden, bis wir in diesem Kaff, dass

Riga eingentlich ist, einen Copyshop fanden. Und dann sogar noch

einen Campingplatz mitten in der Stadt. Hübsch zubetoniert, ohne

Grün, direkt am Hafen. Basti hat er gefallen, aber sonst keinem.




Der nächste Tag sollte uns direkt zur russischen Grenze bringen,

aber auch nicht viel weiter. Was dort passierte...ist einen Eintrag

für sich wert.

Orkenspalter in China: Die Chronik - Teil 2: Polen bis Russland

Comments

Habe die Texte leider dazu etwas verpennt. Das du blind warst auf der Reis habe ich gar nicht gewusst, Mháire. :(

Jakomo vom Dach


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